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Zusammenfassung

  1. Zwischen Protonengruppen einer Verbindung treten indirekte Spin-Spin-Kopplungen auf, wenn die Protonen der verschiedenen Gruppen
    1. nicht äquivalent und
    2. nicht zu weit voneinander entfernt sind
      (z.B. in s-Systemen im allgemeinen nicht weiter als drei s-Bindungen).
    (Siehe Schritt 87 ff.)
  2. Die Multiplizität der Aufspaltung des Signals einer Protonengruppe A durch Kopplung
    1. mit einer benachbarten anderen Protonengruppe X mit nX äquivalenten Protonen berechnet sich nach

      MA = nX + 1 ,

    2. mit mehreren verschiedenen benachbarten Protonengruppen M, X, ... mit jeweils nM, nX, ... äquivalenten Protonen berechnet sich nach

      MA = (nM + 1) · (nX + 1) ...

    (siehe Schritt 95).
  3. Die Intensitäten der Einzellinien eines durch eine benachbarte Protonengruppe verursachten Multipletts verhalten sich wie die n-ten Binominalkoeffizienten (Pascalsches Dreieck).
    (siehe Schritt 78.)
  4. Die Kopplungskonstante JAX ist ein Maß für die Stärke der indirekten Spin-Spin-Kopplung zwischen den Protonen A und X. Sie ist definiert als:

    JAX = Abstand benachbarter Einzellinien des Multipletts A, hervorgerufen durch die Kopplung mit X, in Hertz.

    Die Größe der Kopplungskonstanten ist unabhängig von der Arbeitsfrequenz.
    Erwartungsbereiche der Kopplungskonstanten siehe Spectroscopic Tools (vergleichen Sie auch Schritt 81ff.).


Machen Sie jetzt wieder eine Pause, bevor Sie mit der Anwendung der 1H-NMR-Spektroskopie auf einfache Strukturprobleme beginnen.

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